05 - Tragödien und Ermittlungen auf Schloss Weißwasser
Warum hat sich der Küchenjunge Lukas nachts erhängt? Wer im Schloss wird von der unheimlichen Macht beeinflusst und was verbindet sie? Was steckt hinter den merkwürdigen beweglichen Dioramen? Und was hab Jonas Blumke und Franz von Weißwasser zu verbergen?
Auf den Spuren des toten Dieners
- Nachdem uns Anna-Maria von Weißwasser den jungen Diener Louis zugeteilt hat, fragen wir ihn nach dem Diener, der sich in der letzten Nacht umgebracht hat
- Der Tote hieß Lukas und arbeitete vor allem in der Küche. Er war erst 20 und ist hier aufgewachsen. Er erzählte manchmal von unheimlichen nächtlichen Vorkommnissen. Zum Beispiel, dass sein Kamin mit ihm spräche.
- Louis ist noch nicht lange im Schloss, aber auch er hat einmal nachts auf dem Flur Büßerpantoffeln gesehen, die von selbst den Korridor hinunter gingen. Obwohl mehrere Leute im Schloss unruhige Nächte haben, scheint außer Lukas niemand darüber sprechen zu wollen und niemand hat Lukas ernst genommen.
- In der Eingangshalle verabschiedet sich François von uns. Er hat kein Interesse an diesem Abenteuer und reist mit den adligen Gästen ab.
- Louis führt uns zu einem Gartenschuppen am äußeren Rand des Schlosskomplexes und öffnet die Tür. Auf einer Werkbank liegt die Leiche eines jungen Mannes, es stinkt nach Fäkalien.
- Im Tod hat die Leiche wohl den Inhalt ihres Darms und ihrer Blase verloren. Niemand scheint sich die Mühe gemacht zu haben, den Körper zu säubern, nachdem Lukas vom Baum geschnitten wurde. Er wurde einfach hier abgelegt und zurückgelassen.
- Besonders Janni ist empört über die Respektlosigkeit gegenüber einem langjährigen Diener und schickt Louis los, Wasser zu holen.
- Lukas trug eine leichte Hose und ein Nachthemd. Auf der Brust des Hemdes ist ein Streifen wie von Ruß, den wir uns nicht recht erklären können.
- Als Louis mit dem Wasser zurück ist, säubert Janni mit meiner zögerlichen Hilfe die Leiche des jungen Mannes. Außer dem Abdruck des Stricks um seinen Hals hat er keine verdächtigen Merkmale am Körper.
- Schließlich lassen wir uns von Louis den Baum zeigen, an dem Lukas sich aufgehängt hat. Dort baumelt immer noch Strick und ein Stuhl steht darunter. Der Stuhl stammt aus der Eingangshalle des Schlosses und Louis fällt auf, dass der schon längst hätte reingeholt werden sollen.
- Wir können keine besonderen Spuren finden und kehren mit Louis ins Schloss zurück.
- Er geht weg, um den Eimer mit dem schmutzigen Wasser zu entsorgen und dafür zu sorgen, dass sich jemand um den Stuhl unter dem Baum kümmert.
Lukas' Zimmer
- In der Eingengshalle des Schlosses treffen wir auf den Kämmerer Udo, der der Familie Weißwasser schon lange dient. Er nimmt seinen Beruf sehr ernst und nimmt sich unserer an.
- Auf meine Anweisung führt Udo uns zu Lukas' Zimmer im Ostflügel des Schlosses. Es ist nicht weit von der Eingangshalle im Erdgeschoss, in der Nähe der Küche, wo Lukas gearbeitet hat.
- Wir betreten ein sehr ordentliches, sauberes Zimmer. Lukas wird mir dadurch gleich sympathisch. Der einzige Makel sind einige große Rußflecken an der Mauer, hinter der laut Udo ein Schornstein verläuft. Der Schornstein ist sowohl mit dem Kamin in der Küche, als auch mit dem in der Werkstatt im Keller verbunden.
- Wir schicken Udo erstmal weg, um ungestört das Zimmer durchsuchen zu können. Eine große Truhe beherbergt wohl alles, das Lukas besaß, wir können aber nichts Auffälliges oder Interessantes darin finden.
- Die Rußflecken müssen wohl kurz vor seinem Tod entstanden sein, denn sonst hätte Lukas die Wand sicher gereinigt, so wie er den Rest des Zimmers sauber gehalten hat. Einer der Flecken ist verschmiert und wir erinnern uns an den schwarzen Streifen auf Lukas' Kleidung. Hier muss er gestern Nacht an der rußigen Wand vorbeigestreift sein.
- Bei genauer Betrachtung scheinen die Rußflecke an der Mauer sich rund um kleine Risse oder Lücken im Mauerwerk gebildet zu haben, als ob der Ruß durch den Kamin ins Zimmer geblasen worden wäre. Merkwürdig ist dann, dass er sonst keine Spuren im Zimmer hinterlassen hat.
- Janni hat bei den Rußflecken ein schlechtes Gefühl und vermeidet es, die Flecken zu berühren. Angeblich hat Lukas ja Stimmen aus dem Kamin gehört, also konzentriert sich Janni darauf und horcht mit ihren magischen Sinnen. Nach kurzer Zeit scheint sie etwas zu hören und wirkt angestrengt, bis sie sich schließlich entschlossen von der Verbindung losreißt. Leider konnte sie nichts Konkretes verstehen, aber hier geht definitiv etwas Böses vor sich.
- Während Janni sich noch von ihrer Nachforschung erholt, kommt Udo zu uns herein und meldet uns, dass Markus Möllerberg nach uns gefragt hat.
Markus Möllerberg
- Wir folgen Udo und treffen Markus in der großen Eingangshalle
- Er erzählt, er könne den Kristall nicht finden, scheint das aber nicht als ein Problem zu sehen
- Wir bohren nach, kriegen aber keine weiteren Informationen von ihm, außer dass er in den Werkstätten im Keller die Erfindungen von August von Weißwasser wartet und weiterentwickelt. Er sagt, er würde das Verschwinden des Kristalls an Franz von Weißwasser melden
- Janni erzählt von ihrem merkwürdigen Erlebnis mit dem Papagei aus dem Diorama und Markus ist bereit sich das Diorama mit uns anzusehen
- Wir gehen zusammen zum Diorama, wo er die Klappe des Papagei öffnet und ihn auf seine Hand hüpfen lässt. Auf mein Nachbohren erklärt er, dass er eine geheime Mixtur auf die Figuren sprüht, um sie zu animieren. Meine anfänglicher Verdacht verhärtet sich, dass diese Dioramen über Magie statt Mechanik funktionieren
- Mehr will er uns nicht erklären und er lässt uns auch nicht in seine Werkstatt, sondern lässt uns allein
Abendessen mit Franz von Weißwasser
- Nachdem wir bei dem Diener Udo um Essen gefragt haben, wird Brandhardt eingeladen, mit der Familie Weißwasser zu Abend zu essen
- Während Janni auf dem Gang wartet, trifft Brandhardt Franz von Weißwasser am Abendtisch. Franz fragt mich, warum wir hier sind und kann nicht recht glauben, dass ich an der Ausstellung interessiert bin. Er benimmt sich generell sehr ignorant und hochnäsig gegenüber nicht-Adligen
- Anna-Maria isst mit ihren Kindern am anderen Ende des langen Tisches. Die Familie sieht gestresst und Anna-Maria einsam aus, während Franz sie nicht beachtet
- Ich versuche ihn über den Kristall und Markus auszufragen, aber er weiß nichts von dem Kristall, will mich nicht in die Werkstätten lassen und scheint Markus nicht nur die Ausstellung frei verwalten, sondern auch ohne Franz' Wissen neue Ausstellungsstücke kaufen zu lassen
- Franz fragt, ob ich hier bin, um Ausstellungsstücke zu kaufen und ich steige auf den Vorwand ein, um nach dem Herz des Waldes zu fragen. Franz will wissen, was ich dafür zu zahlen bereit wäre, doch ich mache keine Angebote bevor ich das Herz nicht gesehen habe. Wir machen ab, dass ich es mir morgen anschauen kann
Die Probleme der Familie Weißwasser
- Während Franz von Weißwasser noch mit Bran beschäftigt ist und seine Familie nicht beachtet, verlässt Anna-Maria mit ihren Kindern traurig den Speisesaal
- Vor der Tür trifft sie auf Janni, die sie etwas tröstet und sie mit ihren besonderen Kräften stärkt. Das erinnert Anna-Maria an ihre Großmutter, die auch mit einer bloßen Berührung Leute beruhigen und heilen konnte
- Anna-Maria bittet Janni zu bleiben, bis der Spuk auf dem Schloss vorüber ist und die Familie wieder sicher schlafen kann. Janni rät Anna-Maria eindringlich, mit ihren Kindern zusammen fern von den Kaminen im Haus zu schlafen. Ana-Maria weiß nicht so richtig, warum, aber sie akzeptiert den Rat und geht zu ihren Gemächern
- Als Franz von Weißwasser sein Gespräch mit Brandhardt beendet und geht, führt der alte Diener Udo Janni und Bran zu ihren Zimmern. Bran wünscht sich zwei benachbarte Zimmer mit Verbindungstür für ihn und Janni. Udo findet das zwar ungewöhnlich aber weist ihm die gewünschten Zimmer zu
- Wir sprechen noch etwas mit Udo über die Situation der Familie Weißwasser. Err scheint Franz auch nicht zu mögen, fühlt sich aber durch seine Berufsehre gezwungen, ihm treu zu dienen
- Auf Nachfrage erzählt er uns, dass die Kinder seit kurzer Zeit wegen Renovierungsarbeiten in einem Zimmer schlafen, das an einem der Schornsteine liegt. Scheinbar sind im Keller mehrere Werkstätten verteilt, die mit den Kaminen im Schloss verbunden sind
- Schließlich zieht Udo sich zurück und lässt uns allein
Das Kochbuch
- Endlich wieder für uns wollen wir noch einmal in dem Kochbuch der Frau von August von Weißwasser lesen. Janni schleicht sich heimlich zur Küche, wobei sie sich mit der Ausrede an den Wachen vorbeimogelt, sie würde Wasser aus der Küche holen. Unbemerkt steckt sie das Buch ein und bringt es mit sich zurück zu unserem Zimmer
- Ich lese das Rezept noch einmal aufmerksam und merke, dass man hier einige Worte/Buchstaben umstellen kann, um ein Ritual zu enthüllen. Ein Rtual zur Verbannung eines Dämons!
- Für das Ritual ist der Name des Dämons wichtig, der laut des Buchs in der Nähe sein soll. Tatsächlich ist die letzte Seite des Buches mit dem Buchdeckel verklebt und wir vermuten, dass der Name dort versteckt ist
- Ich versuche, die Seite über Wasserdampf anzulösen und löse mit einem Messer vorsichtig die Seite ab. Zu meinem großen Ärger rutsche ich dabei ab und zerreiße dabei ein Stück der Seite
- Auf der Seite können wir tatsächlich den Namen lesen, aber verflixt! Der Riss, den ich verursacht habe, verläuft genau hindurch und macht einen Buchstaben unkenntlich! Die lesbaren Buchstaben sind: Alsh_zar
- Inzwischen merken wir, dass wir immer müder werden. Das muss der Einfluss des Dämons sein, aber wir können nichts dagegen tun und schlafen ein