10 - Die Nachtkatze
Wir werten die Hinweise aus, die wir bei der Hexe gefunden haben und lernen die Nachtkatze kennen
Geheime Schriften
- Wir entfernen uns unauffällig aber eilig von dem Mietshaus und verlassen das Weißfelsviertel
- In einem anderen Teil der Stadt, in dem viele Handwerker leben, suchen wir uns ein kleines Gasthaus, um uns zu besprechen
- Eleonora stürzt sich auf das bestellte Essen, Janni holt ihren eigenen Proviant aus, Brandhardt packt nach einigen Bissen schon die Unterlagen aus, die wir bei der Hexe gefunden haben
- Die Briefe aus der Handtasche enthalten keine wichtigen Informationen. Unter anderem ein Brief an Wilhelmine von Grävenitz von einer alten Freundin, die sehr verklärt und naiv schreibt
- In der Handtasche ist aber auch eine gefaltete Liste mit Namen und Notizen. Als Bran sie hervorholt, knurrt Kira, sodass alle entscheiden, die Liste mit Vorsicht zu behandeln. Bran legt sie vorsichtig auf den Tisch und beginnt sie abzuschreiben
- Als Janni die Liste sieht, hat sie kurz den Eindruck, dass eine große Fliege unter den für sie wirren Kritzeleien auf dem Papier herumkriecht. Janni hält ab da noch mehr Abstand zu der Liste, sagt aber nichts
- Die Liste ist sehr interessant. Es gibt Notizen zu hochgestellten höfischen Personen und viele durchgestrichene Namen, neben denen eine Fliege gezeichnet ist mit dem Vermerk "Durch den Teufel gerichtet". Die durchgestrichenen Namen kommen uns nicht bekannt vor. Das weist darauf hin, dass die Hexe mit dem Kult des Beelzebub arbeitet und dass der Kult einige Leute in Beelitz nicht nur beschattet, sondern auch getötet hat
- Bei der Herzogin steht eine Notiz, dass sie "unserer Sache" schaden würde. Bei Wilhelmine von Grävenitz hat die Hexe notiert, dass sie sich ihr Gesicht einprägen will. Wir haben die Befürchtung, dass die Hexe oder ihre Verbündeten ihre Gesichter verändern könnten
- Den Namen Ludmmilla von Pfaffenhof kennen wir noch nicht, doch die Notiz "die wahre Mätresse des Herzogs" macht sie relevant
- Während Bran sich mit der Liste und den Briefen beschäftigt, schaut sich Nora die Brosche und das Notizbuch an. Janni holt die Brosche vorsichtig hervor und ermahnt alle, sie nicht zu berühren. Sie hat schon schlimme Erfahrungen mit unbekanntem Schmuck gehabt
- Das Wappen auf der Brosche kommt leider niemandem wirklich bekannt vor. Bran zeichnet das Wappen in das leere Notizbuch ab
- Im gefüllten Notizbuch hat jemand mit chaotischer Handschrift auf Latein geschrieben. Nora und Bran kommen gemeinsam zu dem Schluss, dass hier jemand versucht hat, einen Dämon zu beschwören, der der Narr genannt wird
- Ein närrischer Dämon würde sowohl gut zu den merkwürdigen Akrobaten auf der Baustelle passen, als auch zu der Stimme in dem Zimmer, wo wir die Notizen gefunde haben und der verschwundenen Leiche. Die Frage ist nur, wer den Dämon beschworen hat: Die Hexe oder der Tote
- Wir brauchen mehr Informationen und eine Unterweisung in höfischer Etikette. Also verlassen wir das Gasthaus, um zu Arnshelm von Dieffenstein zurückzukehren
Bei Arnshelm von Dieffenstein
- Bei Arnshelm werden wir wieder freundlich aufgenommen und für die Nacht eingeladen. Wir schildern nur sehr grob, was passiert ist und dass wir Unterlagen gefunden haben
- Wir fragen Arnshelm nach dem Wappen, das wir gefunden haben. Er meint, es ähnelt dem Zeichen des Badischen Racheschwurs, ist sich aber nicht sicher. Er empfiehlt uns, mit der Nachtkatze in Kontakt zu treten, denn die könnte uns sicher das Wappen erklären und wer das Billet der Hexe gefälscht hat. Vielleicht sogar etwas über die Identität der Hexe
- Diese Gelegenheit können wir nicht ausschlagen und werden in der Nacht Besuch erwarten
- Da wir nun alle ein Billet haben (Nora von der Herzogin, Bran kann das Blankobillet des Priesters benutzen und Janni sich als Elisabeth Johanna von Ried ausgeben), fehlt noch, etwas über die höfischen Sitten zu lernen, um unter den Adligen nicht aufzufallen. Arnshelms Diener gibt uns Unterricht, vor allem Janni muss vieles lernen
- Schließlich sind wir müde und gehen früh ins Bett, denn wir wissen bereits dass wir in der Nacht noch etwas vorhaben
Die Nachtkatze
- In der Nacht werden wir von Arnshelms Diener geweckt, der uns eine Notiz reicht. Wir sollen zu einer bestimmten Kirche in der Stadt gehen und dem Herzog folgen
- Vor der genannten Kirche steht eine sehr große Statue von Herzog Eberhard-Ludwig von Potsdam-Beelitz. Wir folgen der ausgestreckten Hand der Statue in eine Seitengasse, wo eine schwarze Katze sitzt
- Janni und Bran setzen sich über Noras Protest hinweg, dass schwarze Katzen Tiere des Teufels seien und folgen der Katze als sie auffällig langsam wegstolziert
- Die Katze führt uns zu einem Reihenhaus inmitten unzähliger völlig gleich aussehender Kopien. Vor dem Haus steht ein kleiner Eimer mit Fleisch, an dem die Katze sich nun gütlich tut. Das Haus ist weiß gestrichen, aber innen völlig dunkel
- Bran klopft kurzerhand leise an die Tür. Kurz darauf öffnet sich die Tür nach innen, doch niemand steht im Türrahmen. Die anderen sind misstrauisch und vermuten Magie des Teufels, doch Bran geht hinein und findet neben der Tür eine Kette, mit der man scheinbar über einen Mechanismus vom oberen Stockwerk aus die Tür öffnen kann
- Vor uns liegt ein kurzer Flur, an dessen Ende ein Treppenhaus nach oben führt. Aus dem ersten Stock fällt warmes Licht auf die Treppe. Janni geht zuerst die Trepe hoch, Bran und Nora folgen
- Oben treten wir in ein Zimmer, wo uns eine Frau begrüßt, ohne sich von ihrem Platz zu erheben. Sie sitzt an einem Tisch, auf dem ein kugelförmiges mechanisches Gerät steht, in dem sich viele Ringe und Scheiben bewegen. Sie stellt sich als die Nachtkatze vor und lädt uns ein, sich zu ihr zu setzen
- Janni und Nora sind misstrauisch und bleiben zunächst an der Tür stehen, doch Bran hat keinen Argwohn und möchte sich das Gerät auf dem Tisch anschauen. Er setzt sich zur Nachtkatze und stellt sich vor
- Bran ärgert sich, dass er auch von nahem nicht erkennen kann, was die Gerätschaft vor ihm tut. Er kann aber sehen, dass dies eine tatsächliche Funktion hat, nicht wie die magischen Betrügereien aus Schloss Weißwasser. Auf seine Nachfrage erklärt die Nachtkatze, dass dies ein Ätherspürer sei, der auf magische Schwingungen in der Umgebung reagiere. Sie ist besorgt, da das Gerät in letzter Zeit viel unnatürliche Energie registriert
- Während Nora und Janni noch Abstand halten, fragt die Nachtkatze uns, ob wir Jäger seien, worauf sie erzählt, dass auch sie früher eine Jägerin war, aber in einem gefährlichen Kampf verletzt wurde und seitdem in einem Rollstuhl sitzt
- Wir erzählen ausgewählte Teile des Tages, um nicht zuviel preiszugeben, aber den nötigen Kontext für die Unterlagen der Hexe zu liefern. Die Nachtkatze kann uns erzählen, dass das Billet, das wir bei der Hexe fanden, eines von drei Billets ist, dass die Nachtkatze gefälscht hat. Auf den anderen Billets stehen die Namen Josephine von Baden Meinhart und Laura von Tannleben
- Wir fragen sie auch nach dem Wappen, das wir fanden und erhalten die Bestätigung, dass es sich um das Wappen des Badischen Racheschwurs handelt
- Janni und Nora haben ein schlechtes Gefühl bei der Nachtkatze, als ob irgendetwas unnatürliches an ihr sei. Trotzdem kommen sie schließlich näher und setzen sich auch an den Tisch. Als Janni jedoch die Hand der Nachtkatze schüttelt, reagiert Jannis Fliege und auch die Nachtkatze sieht alarmiert aus
Die vierte Fliege
- Nora spürt von der Nachtkatze etwas ähnlich widernatürliches wie von Janni und Bran. Vorsichtig fragen wir die Nachtkatze, ob sie möglicherweise ein Problem mit Ungeziefer hat. Sie reagiert auf eine Weise, dass alen klar wird, dass nicht nur Janni und Bran, sondern auch die Nachtkatze unfreiwillige Träger der Fliegen sind
- Nun mit einem neuen Gefühl der Verbundenheit geben wir mehr Informationen von uns preis. Wir erzählen, was unser Auftrag ist, was wir in Magdeburg und Beelitz erlebt haben
- Wir zeigen die Liste der Hexe vor und die Nachtkatze weiß dazu zu sagen, dass die durchgestrichenen Personen auf der Liste in letzter Zeit umgekommen sind und zum Badischen Racheschwur gehörten. Jemand scheint gegen diese Organisation zu arbeiten.
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Gefahr in Beelitz
- In Beelitz ziehen sich dunkle Mächte zusammen und vier der fünf benötigten Fliegenträger befinden sich hier. Die Herzogin ist auch in Gefahr
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