Unruhige Nacht

  • Die drei verbringen eine unruhige Nacht in der Gästestube des Schmieds Gunnar. Bran hat schreckliche Alpträume von allem möglichen Getier, das in seinem Körper nistet und hinein und heraus krabbelt, Janni träumt von einer riesigen Fliege, die vor einem Fenster schwirrt, bis sie die Fliege erschießt, nur um im nächsten Moment tödlich von einem Pistolenschuss getroffen zum verschneiten Boden zu stürzen. Eleonora wird vom unruhigen Schlaf ihrer neuen Gefährten wach gehalten. Als sie beschließt, für die beiden zu beten, scheint Janni, obwohl sie eindeutig schläft und in ihren eigenen Träumen gefangen ist, unverkennbar aggressiv auf Eleonoras Gebete zu reagieren, knurrt, schlägt mit ihrer Hand in Eleonoras Richtung und tritt unkoordiniert nach ihr.
  • Am nächsten Morgen wachen alle drei schlecht erholt auf. Bran stellt erleichtert fest, dass seine Fliege wieder auf seinem Körper sitzt, während Janni desorientiert ohne ein Wort zu sagen das Haus verlässt und suchend durch die Straßen läuft. Eleonora holt sie ein, glaubt, Janni hätte zum ersten Mal Schnee gesehen, denn in der Nacht hat es eine ganze Handbreit geschneit und Janni schien sich sehr über den Schnee zu erschrecken, als sie aus dem Fenster schaute. Janni ist völlig verwirrt, kehrt aber mit Eleonora in die Stube des Schmieds zurück. Schließlich brechen sie alle gemeinsam zu Arnshelm von Dieffenstein auf, da Eleonora darauf besteht, sie zu begleiten.

Billet hin oder her

  • Bran, Janni und Eleonora werden von Arnshelm freundlich empfangen, als sie Grüße von Jondar ausrichten. Er lädt sie zum Frühstück ein und spricht auch sehr offen über die Zugangsvoraussetzungen zu der Einweihungsfeier im Schloss. Sie benötigen jeder ein Billet und müssen auf der Gästeliste stehen. Vielleicht kann die Nachtkatze weiterhelfen. Wir vereinbaren, Arnshelm unsere Unterkunft für die nächste Nacht mitzuteilen, damit die Nachtkatze uns gegebenenfalls dort aufsuchen kann.
  • Bran und Janni erzählen von den "Hausgeistern" - er hat davon gehört und ist irritiert, dass offenbar Menschen an den Baustellen arbeiten, die er gar nicht eingestellt hat. Er bittet uns, ihn zu informieren, sollten wir etwas Neues erfahren.
  • Eleonora muss sich frühzeitig verabschieden, um rechtzeitig zur Einweihung der Schlosskapelle da zu sein.
  • Sie wird sehr freundlich von Herzogin Johanna Elisabeth von Baden-Durlach empfangen, die sie um ein Gespräch nach der Einweihung bittet.
  • Die Herzogin eröffnet das Gespräch mit der Beichte, dass sie niemandem in der Stadt mehr traut, außer dem Mariannen-Orden. Ihre Großtante hat den Orden gegründet.
  • Sie bittet Eleonora um Hilfe: um Schutz während der Feierlichkeiten am kommenden Tag. Sie glaubt, die neue Mätresse ihres Mannes Wilhelmine intrigiert gegen sie und bringt ihren Mann dazu, sich von der Herzogin abzuwenden und ihr möglicherweise den Geldhahn zuzudrehen.
  • Johanna Elisabeth von Baden-Durlach ist offene Unterstützerin des Badischer Racheschwur, wollte dem Bund sogar beitreten, als ihr Vater sie verheiratet hat. Bisher hat ihr Mann ihre Spenden an den Bund wohlwollend zur Kenntnis genommen. In letzter Zeit kürzt er ihr jedoch ihre Zuwendungen an allen Ecken und Enden.
  • Offenbar interessiert sich ihr Mann mehr für die Weltpolitik als seine unbedeutende Heimat, möglicherweise plant er auch eine Aktion gegen die Herzogin.
  • Allem Anschein nach fürchtet sie um ihr Leben und bittet Eleonora und ihre Gefährten um ihren Schutz
  • Ein Billet hat sie dabei, dass sie Eleonora übergibt. Weitere Billets stehen ihr nicht zur Verfügung, allerdings hatte sie auch schon Priester Wollowitz ein Billet überlassen - vielleicht kann Eleonora das von ihm bekommen, wenn er seinen Namen noch nicht eingetragen hat.
  • Eleonora nutzt noch die Gelegenheit, mit der Herzogin durch den Schlosspark zu flanieren. Dabei stellt sie fest, dass die Mauern hoch und sehr gut gesichert sind und die Eingangstore allesamt sehr scharf bewacht werden. Ein unerlaubtes Betreten des Schlossgeländes dürfte so ziemlich unmöglich sein.

Unglück oder Sabotage?

  • Sowohl Bran und Janni als auch Eleonora bekommen mit, wie in der Stadt etwas zusammen stürzt. Es ist die Baustelle, an der sie tags zuvor die akrobatischen Schnell-Handwerker beobachtet haben.
  • Janni und Bran sind zügig zur Stelle und bieten ihre Hilfe an. Bran als kräftiger junger Mann und selbst versierter Handwerker hilft kundig, den größten Schutt beiseite zu räumen um die Toten zu bergen, die Janni mit Kiras Hilfe im Schutthaufen findet. Am Ende kann Janni doch noch jemand Lebendes retten. Ein völlig verängstigtes Kind steht erstarrt hinter einer Mauer, die den Göttern sei dank stehen geblieben ist. Mit Kiras Hilfe kann Janni das Kind aus der von Schutt umgebenen Ecke in Richtung Straße führen. Eine Passantin erkennt das Kind als Kind ihrer Nachbarin und führt das Kind vom Unglücksort fort.
  • Janni und Bran berichten Arnshelm von Dieffenstein von ihrer Beobachtung vom Vortag. Vielleicht war es gar ein Sabotage-Akt?
  • Eleonora kommt erst dazu, als die wichtigsten Aufräumarbeiten erledigt sind und beschließt, zu Priester Wollowitz weiter zu gehen, um mit ihm über sein Billet zu sprechen.
  • Eleonora gelingt es, dem Priester dessen Billet abzuschwatzen. Priester Wollowitz ist sichtlich betrübt aber auch ein frommer Christ, der einsieht, dass Eleonoras Not bedeutsamer ist, als sein Wunsch nach Anerkennung. Ein wenig tut es Eleonora leid, aber es geht schließlich um mehr als einen schönen Abend in einem berühmten und neu erbauten Schloss.

Wer ist hier eine Hexe?

  • Janni und Bran beschließen, in das Adligen-Viertel zurück zu kehren. Die Häuser dort haben Janni an ihren Traum erinnert und sie will versuchen, das Haus aus ihrem Traum zu finden.
  • Eleonora stößt auf Janni und Bran, als sie auf dem Weg zu Arnshelm ist, wo sie die beiden eigentlich vermutet hatte. Sie schließt sich der Suche nach dem Haus aus Jannis Traum an.
  • Als sie gerade eine Straße entlang gehen, die von passenden Häusern gesäumt ist, hören sie urpötzlich einen Schuss. Janni sieht sich gerade noch schnell genug um, und erkennt, wie aus dem Fenster im oberen Stock des soeben passierten Hauses ein Mann heraus stürzt, ehe er hinter den hohen Mauern verschwindet, die die Gärten umgeben.
  • Sie stürzen zu dem Haus. Die Gartenpforte ist verschlossen, das Haus ist zu vermieten, sollte eigentlich leer stehen, doch die Eingangstür ist offen.
  • Bran hält draußen die Stellung und versucht sich am Schloss der Gartenpforte, während Nora und Janni ins Haus schleichen.
  • Eine junge Frauenstimme ruft nach ihrem Herrn, doch es kommt keine Antwort. Nora und Janni verbergen sich, Janni kann die Dienerin auf dem Weg nach draußen abfangen und sie soweit beruhigen, dass sie sich von Nora nach draußen führen lässt.
  • Janni schleicht weiter nach oben, lauscht an der Tür zu dem Zimmer, dessen Fenster in die richtige Richtung zeigen muss. Sie hört Bewegung dort drin, erhält auf ihr Klopfen aber keine Antwort. Sie versucht, ein Gespräch zu beginnen, erschauert aber, als sie Antwort erhält. Die Häme und Gemeinheit in der Stimme erinnert sie an den Alb im Starkwald.
  • Bran hat das Schloss erfolgreich aufgebrochen, findet im Garten zwar eine riesige Blutlache, aber keinen Körper. Die einzigen Spuren sind etliche kleine Schuhabdrücke wie von Kindern, die kreuz und quer durch den Garten verlaufen, wobei unklar ist, woher sie kamen und wohin sie gingen. Bran kehrt um und geht ins Haus, um Janni zu unterstützen.
  • Janni versucht, die Zimmertür zu öffnen, doch die ist verschlossen, was die Stimme(n) im Raum mit hämischen Gelächter quittieren. Das Gelächter verstummt erst, als Bran die Hausschlüssel hervor holt. Eine bedrohliche und unheimliche Aura quillt aus dem Raum.
  • Eleonora befragt die Dienerin und wimmelt ein paar neugierige/hilfsbereite/aufdringliche Nachbarn ab. Die Dienerin erzählt, dass ihr Herr Eberhard von Hohenzollern das Haus am Vortag gemietet hat. Er ist für die Feierliche Einweihung des Schlosses in die Stadt gekommen. Die Dienerin verspricht, dort zu warten, da Eleonora sich den anderen beiden anschließen will, um das Haus zu durchsuchen.
  • Als Eleonora die Treppe hinauf steigt, verschwindet die unheimliche Aura plötzlich. Doch eine Stimme in ihrem Kopf flüstert Janni zu, sie sollen sich raus halten. Janni erkennt die Stimme - es ist die Stimme der Dienerin.
  • Selbst in dem schummrigen Licht des unbeleuchteten Flurs fällt Bran und Eleonora auf, wie sehr Janni urplötzlich erbleicht. Angstvoll flüstert Janni Eleonora ins Ohr, dass die Dienerin eine Hexe ist. Eleonora macht auf dem Absatz kehrt und sieht nach der Dienerin, doch die ist inzwischen verschwunden. Janni braucht einen Moment mit Kira, bis sie sich wieder beruhigt hat.
  • Als sie die Tür schließlich öffnen, ist das Zimmer leer, bis auf einige persönliche Gegenstände einer Frau - eine elegante Umhängetasche, mehrere Kleider verschiedensten Standes und Berufs, zerrissene Buchseiten, Briefumschläge, teilweise mit Briefen.
  • Sie durchsuchen das Zimmer gründlich, stecken das Adligengewand und das Mariannengewand ein sowie ein Billet für Elisabeth Johanna von Ried, das die Dienerin/Hexe sich offenbar besorgt hat und alle Briefumschläge, Briefe, Notizen und die zwei Notizbücher. Auch die Umhängetasche wird mitgenommen.
  • Die übrigen Räume des Hauses waren allem Anschein nach unbenutzt.
  • Im Garten findet Janni noch eine ausgerissene Buchseite und eine Brosche, die vielleicht dem Toten gehört hat.
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